Management

Wirecard

Ermittler prüfen Millionenkredit zwischen Vorständen

Im Bilanzskandal um den Zahlungsdienstleister Wirecard nimmt die Staatsanwaltschaft München ein millionenschweres Darlehen zwischen den früheren Vorständen Markus Braun und Jan Marsalek unter die Lupe.

Wirecard

Betrugsskandal kostet über 700 Mitarbeiter den Job

Der Betrugsskandal bei Wirecard hat jetzt auch für zahlreiche Mitarbeiter des Zahlungsdienstleisters Konsequenzen. Rund 730 von insgesamt 1.300 Beschäftigte wird gekündigt, teilte Insolvenzverwalter Michael Jaffé am Dienstag mit. Auch alle Vorstände werden entlassen.

Augustus Intelligence

Aufgedeckt: Verkehrsministerium räumt Kontakte ein

Wie viel haben Philipp Amthor und andere Politiker in der Lobbyismus-Affäre für das Startup erreicht? Zumindest finanziell nichts, betont das Verkehrsministerium. In Berlin sprießen Gerüchte und Spekulationen wie Pilze aus dem Boden.

Shortnews

Google

Noch ein Jahr im Home-Office

Noch ein Jahr Heimarbeit: Google will für die kommenden zwölf Monate Heimarbeit. Firmenchef Sundar Pichai hat die Entscheidung vergangene Woche nach einer internen Debatte getroffen. Die Google-Mutter Alphabet hatte Ende vergangenen Jahres etwa 119.000 Vollzeit-Mitarbeiter. Der Internet-Konzern legt sich damit als eines der ersten großen Unternehmen auf eine sehr späte Rückkehr in die Büros fest. Zugleich gaben einige Tech-Unternehmen wie etwa Twitter ihren Mitarbeiter bereits die Freiheit, auch nach dem Ende der Corona-Pandemie weiter uneingeschränkt von zuhause arbeiten zu dürfen.

Nord Stream 2

USA drohen Unternehmern

Die USA erhöhen den Druck auf europäische Unternehmen, die am Pipeline-Projekt Nordstream 2 beteiligt sind. Ein Dutzend US-Beamte aus drei Ministerien habe zuletzt Einzelgespräche mit europäischen Auftragnehmern geführt. Dabei versuchten die US-Beamten den Unternehmen klarzumachen, dass die USA die Fertigstellung der Pipeline von Russland nach Deutschland verhindern wollten. Das Nordstream 2-Projekt im Umfang von fast 10 Milliarden Euro wird von Unternehmen wie Royal Dutch Shell, der deutschen Uniper SE, der Wintershall AG und der französischen Engie SA finanziert.

Strenesse

Das Ende

Der Luxusmodehersteller Strenesse stellt zum Jahresende seinen Betrieb ein. Das Traditionsunternehmen begründete das mit den Auswirkungen der Corona-Krise. Von der Betriebsschließung sind 56 Mitarbeiter betroffen. Der Modeanbieter aus Nördlingen (Landkreis Donau-Ries) ist seit Jahren in der Krise. Vor einem Jahr hatte Strenesse bereits zum zweiten Mal ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angemeldet. Zur Rückkehr in die Erfolgsspur kam es allerdings nicht mehr. Die Auswirkungen der Pandemie konnten nicht mehr kompensiert werden können.

Tesla

Weiterhin mit Gewinn

Der US-Elektroautobauer Tesla hat trotz Belastungen durch die Corona-Pandemie einen weiteren Quartalsgewinn erzielt. Unterm Strich stand in den drei Monaten bis Ende Juni ein Überschuss von 104 Millionen Dollar (90 Mio Euro). Im Vorjahr hatte es noch einen hohen Verlust gegeben. Trotz der ungewissen Lage angesichts der erneuten Corona-Eskalation in den USA hält Tesla weiter an seinem ambitionierten Ziel fest, 2020 über 500.000 Autos auszuliefern. Die Kapazität sei vorhanden, es sei aber schwer absehbar, ob es zu weiteren Produktionsstörungen komme.

Wirecard

Lobbyarbeit von Guttenberg

Ex-Wirtschafts- und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat Lobbyarbeit für den in Konkurs gegangenen Zahlungsdienstleister Wirecard betrieben. Er bestätigte, dass seine Firma Spitzberg Partners die Bundesregierung 2019 über den geplanten Markteintritt Wirecards in China "unterrichtet und die wohlwollende Begleitung im bilateralen Verhältnis mit China eruiert" hat. Wirecard wollte im November 2019 das chinesische Unternehmen AllScore Payment Services kaufen. Spitzberg Partners fungierte als "Market Entry Advisor", also Berater bei der Erschließung des neuen Geschäftsfeldes.