Jair Bolsonaro

Presseverband stellt Strafanzeige gegen Brasiliens Präsidenten

er Verband wirft Bolsonaro vor, das Leben oder die Gesundheit anderer gefährdet zu haben sowie nichts gegen die Verbreitung einer ansteckenden Krankheit getan zu haben

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US PRESS GROUP

Der brasilianische Presseverband reicht beim Obersten Gerichtshof des Landes eine Strafanzeige gegen den Präsidenten Jair Bolsonaro ein. Der Verband wirft Bolsonaro vor, das Leben oder die Gesundheit anderer gefährdet zu haben sowie nichts gegen die Verbreitung einer ansteckenden Krankheit getan zu haben.

Hintergrund ist ein Fernsehinterview am Dienstag, in dem Brasiliens Präsident sein positives Testergebnis auf das Coronavirus bekannt gab. In dem Gespräch nahm Bolsonaro seine Maske in Anwesenheit von Journalisten ab.

Die TV-Sender schickten die Reporter daraufhin in Quarantäne. Bolsonaro selbst befindet sich ebenfalls in Quarantäne. Ihm geht es eigenen Angaben zufolge gut.

Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf. Mehr als 1,7 Millionen Menschen wurden positiv auf das neuartige Virus getestet, fast 68.000 sind daran gestorben.

Die indigene Bevölkerung des Landes ist besonders von der Pandemie gefährdet. Wie die Indigenenvereinigung Apib mitteilt, ist die Sterblichkeit bei Erkrankungen mit Covid-19 unter den Indigenen in Brasilien doppelt so hoch wie in der restlichen Bevölkerung.

Mittels eines Gesetzes sollte die Verbreitung von Covid-19 in Indigenengebieten stärker bekämpft werden.

Doch am Mittwoch legte Bolsonaro sein Veto gegen 14 Maßnahmen des Gesetzes ein, beispielsweise gegen die Verpflichtung der Regierung, den Indigenen Trinkwasser, Hygieneprodukte sowie Krankenhausbetten zur Verfügung zu stellen. Hilfswerke kritisierten das Vorgehen des Präsidenten.

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