Iran schaltet Interpol ein

Haftbefehl gegen Donald Trump

Donald Trump hat keine Verhaftung zu befürchten

.epg
EUROPEAN PRESS GROUP

Nach der Tötung des iranischen General Soleimani will der Iran Donald Trump festnehmen lassen. Man wirft ihm Terrorverbrechen und Mord vor.

Der Iran hat einen Haftbefehl gegen US-Präsident Donald Trump und mehr als 30 andere Personen ausgestellt. Nach der Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani Anfang Januar werde Trump und den anderen Mord und Terrorverbrechen vorgeworfen, sagte der Staatsanwalt Ali Alkassimehr am Montag laut staatlicher iranischer Nachrichtenagentur Irna in Teheran.

Interpol sei um Hilfe bei der Festnahme gebeten worden. Die in Frankreich ansässige internationale Polizeibehörde reagierte zunächst nicht auf die Bitte um einen Kommentar.

Trump hat zwar keine Verhaftung zu befürchten. Dennoch verdeutlichen die Vorwürfe die angespannte Situation zwischen dem Iran und den USA. Alkassimehr nannte abgesehen von Trump niemanden namentlich. Die Islamische Republik werde Trumps Strafverfolgung auch nach dem Ende seiner Amtszeit anstreben.

Nach international gestellten Haftbefehlen obliegt es den Lokalbehörden, eine Festnahme im Namen des Landes zu machen, das diese einfordert. Länder können nicht zur Festnahme oder Überstellung Verdächtiger gezwungen werden, aber die Reisemöglichkeiten von Verdächtigen schränken sich gegebenenfalls ein.

Nach einer Antragsstellung bei Interpol beraten die Komitees der Behörde, ob die Informationen unter den Mitgliedsländern verbreitet werden. Interpol muss die Haftbefehle nicht veröffentlichen, manche werden allerdings auf die Webseite der Behörde gestellt.

Die USA töteten Soleimani und andere Personen bei einem Luftangriff nahe dem Bagdader Flughafen. Als Vergeltungsschlag verübten die Iraner einen Raketenangriff auf amerikanische Soldaten im Irak.

mehr erfahren

Die düstere Handelsbilanz von Donald Trump

Mit seinen Handelsattacken hat Trump der US-Wirtschaft großen Schaden zugefügt. Selbst wenn er abgewählt wird, ist keine schnelle Wende zu erwarten.

Douglas Macgregor soll US-Botschafter in Berlin werden

Der ehemalige Heeresoffizier soll US-Botschafter in Deutschland werden. Douglas Macgregor arbeitet auch als Experte für Donald Trumps Lieblingssender Fox News.

Bilanzskandal Ex-Chef Markus Braun erneut verhaftet

Im Betrugsskandal beim Dax-Konzern Wirecard hat die Münchner Staatsanwaltschaft drei neue Haftbefehle gegen frühere Führungskräfte gestellt.

Die Dollar-Stärke steht vor dem Ende

Seit 2011 ist der Dollar im Vergleich zu den meisten anderen großen Währungen weltweit stetig gestiegen. Dieser Trend neigt sich dem Ende zu. Experte sind sich sicher: Sobald sich die Erholung der Weltwirtschaft als nachhaltig erweist, steht dem US-Dollar ein mehrjähriger Abwärtstrend bevor. Und: Der Dollar auf dem aktuellen Niveau ist überbewertet.