Alphabet

Google-Mutter erleidet Gewinneinbruch in Coronakrise

Alphabets Geldmaschine – das Anzeigengeschäft von Google – erhielt in der Krise einen seltenen Dämpfer

.uspg
US PRESS GROUP

Das Anzeigengeschäft von Google brachte weniger Geld ein, auch höhere Kosten drückten auf den Gewinn. Dennoch übertraf Alphabet die Markterwartungen.

Höhere Kosten und sinkende Werbeeinnahmen während der Corona-Pandemie haben den Google-Mutterkonzern Alphabet im zweiten Quartal belastet. Der Gewinn brach im Jahresvergleich von 9,95 Milliarden auf 6,96 Milliarden Dollar (5,87 Milliarden Euro) ein, wie der Internetriese am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Alphabets Geldmaschine – das Anzeigengeschäft von Google – erhielt in der Krise einen seltenen Dämpfer. Insgesamt schrumpften die Erlöse des Konzerns um rund zwei Prozent auf 38,3 Milliarden Dollar. Stark entwickelten sich indes die Werbeerlöse der Video-Tochter Youtube, hier gab es ein Plus von sechs Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar.

Googles Cloud-Geschäft steigerte den Umsatz sogar um 43 Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar. Obwohl Alphabet die Markterwartungen übertraf, fiel die erste Reaktion der Anleger nachbörslich verhalten aus. Die Aktie verbuchte zunächst nur einen leichten Anstieg. Im bisherigen Jahresverlauf hat der Kurs aber auch schon um 14,5 Prozent zugelegt.

mehr erfahren

Facebook-Geschäft wächst langsamer

In der Coronakrise schalteten weniger Unternehmen als sonst Werbung auf Facebook. Dennoch konnte das Netzwerk die Erwartungen der Analysten übertreffen.

Amazon profitiert von Coronakrise

Der Onlinehändler kann seinen Umsatz um 40 Prozent auf fast 90 Milliarden Dollar steigern. Auch das Cloud-Geschäft wächst weiter, wenn auch nicht so stark wie erwartet.

Apple hat trotz Coronakrise ein Rekordquartal

Der Technologiekonzern hat den Umsatz auf fast 60 Milliarden Dollar gesteigert. Der Gewinn stieg um zwölf Prozent. Die Aktie knackte daraufhin erstmals die 400-Dollar-Marke.

BGH entscheidet zum "Recht auf Vergessen"

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe muss zwei Klagen zur Löschpflicht von Google und damit zum sogenannten Recht auf Vergessen entscheiden. Im Mittelpunkt stand bei der Verhandlung am Dienstag Artikel 17 der EU-weit geltenden Datenschutz-Grundverordnung: Demnach haben Betroffene grundsätzlich einen Anspruch darauf, dass ihre Daten gelöscht werden – allerdings nicht in jedem Fall.