Newsroom

Alexej Nawalny

Charité-Ärzte sehen Anzeichen für Vergiftung

Klinische Befunde weisen laut der Berliner Charité auf eine Vergiftung des Kremlkritikers Alexej Nawalny hin. Die Befunde deuteten "auf eine Intoxikation durch eine Substanz aus der Wirkstoffgruppe der Cholinesterase-Hemmer" hin, wobei die konkrete Substanz bislang nicht bekannt sei, erklärte die Charité.

Kremlkritiker

Alexej Nawalny wird in Berliner Charité behandelt

Der schwer kranke russische Oppositionelle Alexej Nawalny ist am Samstag in die Berliner Charité eingeliefert worden. Ein von mehreren Polizei-Fahrzeugen begleiteter Rettungswagen brachte ihn am Vormittag vom Flughafen Tegel zu der Universitätsklinik, wo er nun behandelt wird.

Deutschland

Acht Randalierer sitzen nach Stuttgart-Randale in Haft

Nach den Krawallen in Stuttgart sitzen acht mutmaßliche Randalierer in Untersuchungshaft, einer von ihnen wegen Verdachts auf versuchten Totschlag.

Abdel Fattah al-Sisi

Ägypten vor Kriegseinsatz gegen Libyen

«Seid bereit für jegliche Mission innerhalb unserer Grenzen - oder wenn nötig außerhalb unserer Grenzen», sagte Al-Sisi beim Besuch einer Luftwaffenbasis nahe der libyschen Grenze.

Geoffrey Berman

US-Justizminister will einflussreichen Staatsanwalt stürzen

Der New Yorker Staatsanwalt Geoffrey Berman machte sich als Strafverfolger in den Bereichen Terrorismus, Finanzkriminalität und Korruption im US-Regierungssystem einen Namen. Und vielleicht wird genau das für ihn zum Problem: Die US-Justizbehörden wollen den Staatsanwalt aus dem Amt drängen, dessen Büro unter anderem auch gegen den persönlichen Anwalt des US-Präsidenten Donald Trump, Rudolph W. Giuliani, ermittelte. Nur denkt Berman gar nicht an Rückzug.

Russland

Paul Whelan: 16 Jahre Straflager wegen Spionage

Wegen Spionage für die USA hat ein Gericht in Moskau den seit fast eineinhalb Jahren inhaftierten US-Bürger Paul Whelan zu 16 Jahren Straflager verurteilt.

Verfassungsschutz

AfD Brandenburg steht unter Extremismusverdacht

Nach Thüringen hat auch der Brandenburger Verfassungsschutz den gesamten AfD-Landesverband zu einem rechtsextremistischen Verdachtsfall erklärt.

Hydroxychloroquin

Trumps Malaria-Medikament: US-Behörde widerruft Genehmigung

US-Präsident Donald Trump hat im Kampf gegen das Coronavirus wochenlang für das Malaria-Medikament Hydroxychloroquin geworben. Doch jetzt hat die zuständige Behörde ihren Daumen gesenkt: Jetzt widerrief die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) ihre Ausnahmegenehmigung für das Medikament zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen.

RASSISMUS

Menschenketten bilden "Band der Solidarität"

In Berlin und anderen Städten demonstrierten Tausende in Menschenketten mit Abstand für Solidarität. 130 Organisationen unterstützen das Bündnis.

Angela Merkel

Kanzlerin verurteilt Hass, Hetze, Rassismus und Antisemitismus

Angela Merkel hält Rassismus und Antisemitismus für "unvereinbar" mit demokratischen Werten. Die Gesellschaft müsse Hass und Hetze "mit aller Macht entgegenwirken".

Abschiebungen

Bayern will wieder nach Syrien abschieben

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann will bald wieder Abschiebungen durchführen – zum Teil auch nach Syrien. Der Chef der Innenministerkonferenz hält dagegen.

Shortnews

USA - Iran

Gesandter Hook gibt Posten überraschend auf

Der US-Sondergesandte für den Iran, Brian Hook (52), gibt seinen Posten unerwartet auf. Außenminister Mike Pompeo erklärte, Hooks Aufgaben würden von dem US-Sondergesandten für Venezuela, Elliott Abrams, mit übernommen. Pompeo schrieb, Hook wechsle in die Privatwirtschaft. Ein Grund wurde nicht genannt. In der kommenden Woche soll im UN-Sicherheitsrat über eine Verlängerung des Waffenembargos gegen die islamische Republik abgestimmt werden. Hook setzte seit 2018 die Iranpolitik von Präsident Donald Trump um: Der setzt im Atomstreit auf eine harte Linie und Strafmaßnahmen.

COVID-19: Deutschland

Künftig Testpflicht bei Einreise aus Risikogebieten

Wer in Risikogebieten Urlaub macht, muss sich bei der Rückkehr nach Deutschland auf das Virus testen lassen. Grundlage der Testpflicht ist demnach eine Regelung des Infektionsschutzgesetzes. Sie bezieht sich auf eine epidemische Lage von nationaler Tragweite, die der Bundestag für die Corona-Krise festgestellt hatte. Die Bundesregierung und das Robert-Koch-Institut (RKI) lernen die Liste fest. Zentrales Kriterium ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

Österreich

Massentests nach Corona-Ausbruch

Mit Hunderten von Tests haben Behörden auf einen Corona-Ausbruch im beliebten oberösterreichischen Touristenort St. Wolfgang reagiert. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg auf 48 an, wie die Landesbehörden in Linz mitteilten. Viele der Infizierten sind junge Praktikanten in Tourismusbetrieben, doch auch zumindest ein Feriengast wurde positiv getestet. Einwohner, Gäste und Tourismusmitarbeiter wurden gebeten, in ihren Unterkünften zu bleiben. Die Sperrstunde wurde mit 23 Uhr festgelegt.

Harry und Meghan

Klage gegen Paparazzi in Kalifornien

Prinz Harry (35) und Herzogin Meghan (38) kämpfen auch in ihrer neuen kalifornischen Heimat für den Schutz ihrer Privatsphäre. Das Paar hat bei einem Gericht in Los Angeles Klage eingereicht, weil es sich auf seinem Anwesen von Paparazzi belästigt fühlt. Unter anderem hätten Fotografen teils mit Drohnen ihren einjährigen Sohn Archie im Garten abgelichtet. Mit der Klage soll die Privatsphäre von Archie geschützt werden. Meghan und Harry hatten Anfang des Jahres ihren Rückzug aus dem engeren Kreis der britischen Royals verkündet. Seit einigen Monaten leben sie mit Archie in Los Angeles.

COVID-19: Deutschland

Spahn warnt vor zweiter Welle

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Bürger vor Leichtsinn im Umgang mit der Corona-Pandemie gewarnt: «Die Gefahr einer zweiten Welle ist real», sagte Spahn in Berlin bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler. Übermut wie am Wochenende auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca dürfe es nicht geben. Spahn: «Wir dürfen das Erreichte nicht gefährden.» In Deutschland seien derzeit vor allem regionale und lokale Ausbrüche jederzeit möglich. Doch sei das Land gut gerüstet.